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Blasmusik Gebenbach setzt auch weiterhin auf Kontinuität

Generalversammlung am 06.01.2026 verläuft unaufgeregt und ohne große Überraschungen.

Schon seit eh und je hält die Gebenbacher Blasmusik am Vorabend des Dreikönigstages ihre Generalversammlung, jedoch heuer erstmals im Pfarrheim ab. Neben zahlreichen Mitgliedern konnte Vorsitzender Simon Lösch dazu auch einige Ehrengäste begrüßen. Darunter Ersten Bürgermeister Peter Dotzler und dessen Stellvertreterin Susanne Lindner, Pfarrvikar Christian Preitschaft, NBMB-Vorsitzenden Werner Stein, den stellvertr. Kreisdirigenten Gerhard Böller, sowie den Bezirksvorsitzenden der norbay. Bläserjugend, Thomas Freimuth.

Zunächst wurde in einer Schweigeminute der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Max Stubenvoll und Peter Schüßlbauer gedacht.

Vorsitzender Simon Lösch stellte danach fest, dass alle 318 Mitglieder Satzungsgemäß geladen wurden und die Versammlung daher beschlussfähig sei. Er fügte an, dass man ab dem kommenden Jahr die Einladungen zur Generalsversammlung soweit möglich per E-Mail verschicken möchte. Dies sei durch die Satzung auch gedeckt.

Der Vorsitzende stellte ebenso fest, dass die Mitgliederzahl sich schon seit vielen Jahren bei etwas mehr als 300 bewege und in den letzten Jahren sogar leicht ansteige, was ihm sehr freue. Etwa ein Drittel der Mitglieder, also etwas mehr als 100, seien aktive Musiker, wovon wiederum etwa die Hälfte unter 18 Jahre alt sei.

Lösch teilte mit, dass seine Kontrolle des Terminkalenders vom vergangenen Jahr ergab, dass die Blasmusik 165 Termine wahrgenommen habe. Darunter fielen Registerproben, Gesamtproben, Auftritte, Sitzungen und außermusikalische Veranstaltungen. Diese wurden vom Hauptorchester, vom Nachwuchsorchester, dem Ensemble „Die Herzensblecher“, sowie der Vorstandschaft wahrgenommen und bewältigt.

Mächtig stolz zeigte sich Lösch über die Tatsache, dass die Blasmusik Gebenbach fünf Dirigenten zur Verfügung habe, wofür sie von vielen anderen Musikvereinen beneidet würde. Alle fünf machten eine hervorragende Arbeit und sprächen sich gut untereinander ab. Derzeit besuchten Angelika Schöpf und Carolin Ruppert die Dirigentenausbildung des NBMB welche vier Phasen zu je einer Woche und eine weitere Woche Vorbereitungsphase beinhalte.

Für eine erfolgreiche Arbeit sei jedoch auch ein möglichst zahlreicher Probenbesuch notwendig. Hierzu sollten sich die Musiker auch in der Konzertmeister-App rechtzeitig anmelden, um den Dirigenten entsprechende Vorbereitungsmöglichkeiten und Planungssicherheit zu geben.

Lösch bedankte sich auch bei der Gemeinde Gebenbach für die Unterstützung, sowohl logistisch als auch finanziell, sowie die Überlassung von Räumlichkeiten für Konzerte, Proben und Noten. Dies gelte ebenso für die Pfarrgemeinde Gebenbach, welche u. a. den Pfarrsaal als Probenraum zur Verfügung stelle. Ohnehin funktioniere die Zusammenarbeit zwischen Blasmusik, Kommune und Pfarrei sehr harmonisch und reibungslos so Lösch.

Zweiter Vorsitzender Johannes Gottschalk berichtete über die Ausbildungssituation. Neben einem Newcomer-Abzeichen konnten junge Nachwuchsmusiker auch des Junior-Abzeichen erfolgreich ablegen. Sarah Eckl legte ebenso das Bronze-Abzeichen D1 auf der Klarinette, sowie Johanna Dotzler (Querflöte) und Marie Friedl (Tenorhorn) jeweils das Silber-Abzeichen D2 erfolgreich ab.

Die musikalische Ausbildung setzt sich derzeit wie folgt zusammen:

MFE: 9 Kinder
Blockflöte: 14 Kinder
Querflöte: 7 Schüler
Klarinette: 4 Schüler
Saxophon: 4 Schüler
Trompete: 5 Schüler
Tenorhorn: 1 Schüler
Tuba: 1 Schüler
Schlagzeug: 4 Schüler

Die Ausbildung erfolge durch vereinsinterne und zum Teil auch externe Ausbilder.

Vorsitzender Lösch stellte danach ein Konzept für Teambasiertes Vereinsmanagement vor. Dieses basiere darauf Aufgaben, Verantwortung, Mitarbeit und Entscheidungen auf mehrere Schultern zu verteilen. Dabei sollen Arbeitskreise gebildet werden, zu denen auch Personen außerhalb der Vorstandschaft hinzukommen. Diese widmen sich dann speziellen Aufgabenbereichen, welche sie selbständig bewältigen und abarbeiten. Ein Mitglied der Vorstandschaft bringt dann die Ergebnisse in den Gesamtvorstand ein. Es soll versucht werden, dieses Konzept auch bei der Blasmusik Gebenbach umzusetzen.

Dirigent Gerhard Böller appellierte – wie in jedem Jahr 😊 – an die Musiker, nicht in ihrem Engagement nachzulassen. Dies betreffe die Probenbesuche, die Teilnahme an Auftritten, aber auch das tägliche Üben auf seinem Instrument. Zehnminütiges Üben an jedem Tag würde schon viel bewirken. Natürlich würde er auch nicht nur beim Jahreskonzert mit etwa 50 Musikern auftreten, sondern würde diese auch gerne bei den wöchentlichen Proben sehnen und hören. Dass dies nicht immer gehe, sehe er ja ein, aber man solle deshalb die Prioritäten nach Möglichkeit zugunsten der Blasmusik setzen. Erfreut und stolz zeigte auch er sich darüber, dass man fünf Dirigenten zur Verfügung habe und er dadurch bei seiner Arbeit deutlich entlastet werde.

Seit dem Jahr 2024 seien auch viele Musiker aus dem Nachwuchsorchester im Hauptorchester integriert worden. Dies erfordere eine gegenseitige Rücksichtnahme und gegenseitiges Aushelfen in den Orchestern.

Die Nachwuchsdirigentinnen Maria Dotzler, Carolin Ruppert und Paula Dotzler bedankten sich für das Engagement ihrer Musiker und die Unterstützung aus dem Hauptorchester. In diesem Jahr soll in Kooperation mit dem Nachwuchsorchester der Hahnbacher Marktbläser das Konzertprojekt TARA angegangen werden. Dabei handelt es sich um ein Konzertprojekt, welches auch der Vorstellung von Musikinstrumenten dient und welches das Interesse von Kindern, ein Instrument lernen zu wollen, wecken soll.

Aktivensprecher Thomas Freimuth berichtete von den Außermusikalischen Aktivitäten der Blasmusik. Hierzu gehören das Jahresessen, ein Theaterbesuch in Gebenbach, eine Fahrt zur Luisenburg, das Zeltlager auf dem Mausberg sowie der alljährliche Vereinsausflug, der vergangenes Jahr nach Wien führte. Der Ausflug in diesem Jahr soll vom 18. Bis 20. September nach Köln und Düsseldorf führen, zum Musikfest der Bundeswehr. Näheres folgt.

Kassier Andreas Rumpler berichtete von soliden Finanzen, wobei sich Einnahmen und Ausgaben im vergangenen Jahr etwa ausgeglichen haben. Möglich sei dies nur dank großzügiger Spenden von Privatpersonen, Firmen und öffentlichen Institutionen in Höhe von etwa 5.400 Euro. Zum einen würden dadurch auch individuelle Weiterbildungen, wie Dirigenten- oder Ausbilderkurse finanziell unterstützt und ermöglicht. Diese seien aber auch sehr Hilfreich bei der Durchführung des eigentlichen Vereinszwecks, nämlich die Ausbildung junger Menschen an Musikinstrumenten. Damit könne man den Unterricht auch entsprechend subventionieren, damit er für die Eltern bezahlbar bleibe. Deshalb sei der Ausbildungsbeitrag für die Eltern bei der Blasmusik Gebenbach auch so niedrig wie sonst kaum irgendwo. Gleichzeitig habe der Unterricht eine hohe Qualität. Ansonsten verfüge die Blasmusik Gebenbach derzeit über einen soliden Kassenstand.

Bürgermeister Peter Dotzler lobte in seinem Grußwort die großartige Arbeit des Vereins. Dieser sei ein Aushängeschild für die Gemeinde und darüber hinaus. Besonders würdigte er die hervorragende Nachwuchsarbeit und das gute Miteinander. In dieselbe Kerbe schlug auch Pfarrvikar Christian Preitschaft. Die Blasmusik stehe immer für kirchliche Auftritte zur Verfügung. Das mache ihm die Entscheidung nicht schwer, ihr den Pfarrsaal als Probenraum zu überlassen.

Es folgte die Wahl des Gesamtvorstandes. Als Wahlvorstand stellten sich Bürgermeister Peter Dotzler, Pfarrvikar Christian Preitschaft, sowie zweite Bürgermeisterin Susanne Lindner zur Verfügung.

Nicht mehr zur Wahl stellten sich die beiden Beisitzer Johanna und Florian Giehrl.

Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden mehr oder weniger einstimmig, meist bei einer Enthaltung wieder gewählt:

1. Vorsitzender:Simon Lösch
2. Vorsitzender:Johannes Gottschalk
Kassier:Andreas Rumpler
Schriftführerin:Anna Schreglmann
Aktivensprecher:Thomas Freimuth
Beisitzer:Martin Dotzler
Lothar Neuberger
Anna-Katharina Hirmer (neu)
Luis Graf (neu)
Notenwart:Markus Schlotmann
Zeugwart:Markus Schöpf
Kassenprüfer:Thomas Dotzler / Jürgen Lindner

Die Gewählten bedankten sich für das Vertrauen und der alte und neue Vorsitzende Simon Lösch beendete die Versammlung.

Es folgte ein etwa fünfzehnminütiger Jahresrückblick mit Bildern zusammengestellt von Johannes Gottschalk und Cornelia Siegert.